• Infos zur geplanten A 26-Ost und den Widerstand dagegen findet ihr auf dieser webside: www.verkehrswende-hamburg.net

Neu: Krimitouren in Planung

Das letzte Geleit – Krimi-Tour auf den Spuren von Theo Matthies nach dem ersten Wilhelmsburg-Krimi von Christiane Fux FußBusTour

Auf dieser Tour wandeln wir auf den Spuren von Theo Matthies, Bestatter in Wilhelmsburg, und sehen uns die Schauplätze aus dem Kriminalroman im Reiherstiegviertel und in Finkenriek an. Dabei hören wir die entsprechenden Stellen aus dem Buch und lernen die Charaktere kennen. Auch Insiderwissen zur Entstehung des Buches und der Charaktere erfahren Sie auf dieser Tour!

Die Autorin des Buches, Christiane Fux, ist in Wilhelmsburg aufgewachsen und hat bereits vier Wilhelmsburg-Krimis geschrieben.

 
mit Gundula Niegot

TERMIN FOLGT

TP: Stübenplatz

  • PM:

Kirchdorf-Süd: Das NEW WORLD CAFè wird eröffnet

Das Weltcafé haben wir Ende letztes Jahres geschlossen. Da die Unterkunft am Karl-Arnold-Ring nun doch vorerst erhalten bleibt, organisieren einige Vereine vor Ort (DIE INSEL HILFT, verikom, Freizeithaus) das Weltcafé neu als NEW WORLD CAFÉ.

Ort und Zeit haben sich allerdings geändert:

Das Café für Flüchtlinge und Einheimische findet im Inselhaus von DIE INSEL HILFT im Erlerring 1 statt ein. Das ist ein Pavillion im östlichen Wohnring in Kirchdorf-Süd. Es gibt dort 2 Räume, einen Vorraum, eine Teeküche und vor der Tür Bänke und einen Kinderspielplatz. Ziemlich ideal für uns. Das Inselhaus ist nur ein paar Schritte vom Camp entfernt.

Das 1. Mal öffnet das NWC seine Türen am Donnerstag, den 16.2. um 10 h. Und von da ab jede Woche zur gleichen Zeit.

Wir freuen auf Flüchtlinge, Einheimische und ehrenamtliche Helfer.

  • Pressemitteilung: Es geht nur gemeinsam! 

Die vielen Wahrheiten und Fakten zur HQS

Kirchdorf Süd sagt Nein zur Hafenquerspange 

KIRCHDORF SÜD – Der Ratschlag zur Hafenquerspange (HQS) hat begonnen. Die AG-Kirchdorf Süd hat es übernommen, sich mit den 6000 Bewohnern der vor 40 Jahren entstandenen Großsiedlung im Süden Wilhelmsburgs, zu solidarisieren. Denn die Stimmung in Kirchdorf Süd ist eindeutig: „Nein zur Autobahn!“ Die unmittelbaren Auswirkungen durch mehr Lärm und Schadstoffen sind der offensichtliche Effekt. Doch die Argumente zu städtebaulichen und verkehrspolitische Fehlüberlegungen wiegen ebenso schwer.  Im Laurens-Janssen-Haus gab es gestern die Gelegenheit, um sich über die Planungen der HQS zu informieren und angeregt zu diskutieren. 

Gewohnt kenntnisreich lieferte der „Verein Zukunft Elbinsel“ Zahlen zu abweichenden Kosten, irreführenden Prognosen und zu erwartenden Belastungen durch Lärm und Schadstoffen als in den offiziellen Verlautbarungen. Manche Kostenschätzung wurde als illusorisch entlarvt. So sind für den Bau der HQS mit allen komplexen Verkehrsknoten 890 Millionen Euro angesetzt. Zusätzliche Tunnelungen oder Troglösungen zum Schutz der Menschen sind darin noch nicht berücksichtigt. Die Aussage einer Ortspolitikerin, „Hamburg hat Fixkosten von 10 Millionen. Jede zusätzliche Ausgabe wird vom Bund getragen“ mochte in dem Raum niemand glauben. 

Eine wichtige Frage war an dem Abend, die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. In Planungsunterlagen ist Kirchdorf Süd ein grauer unbewohnter Fleck. So als gebe es die 6000 Menschen gar nicht. Wie werden die Bewohner von Kirchdorf Süd sichtbar, wie bekommen sie eine gewichtige Stimme und ein Gesicht in einem von der Politik als „alternativlos“ bezeichneten Plan. An dem Abend wurden Ideen entwickelt, um die Bewohner untereinander zu mobilisieren. Mehr Informationen direkt an die Leute, mehr Ermutigung, sich zu zeigen. Der Abend war ein motivierender Anfang. Eher ernüchternd war dagegen zu erfahren, dass es zwar auch unter Vertretern von Schulen, Wohnungsbaugesellschaften und Politiker jeglicher Partei, viele Kritiker gibt. Die nehmen dazu aber nur hinter vorgehaltener Hand eindeutig Stellung. „Demokratie geht anders“, meint die AG-Kirchdorf Süd. Und ein Beteiligungsverfahren, das nicht mehr das Projekt der HQS an sich in Frage stellt, lehnt die AG Kirchdorf Süd ab. 

Auf dem Marktplatz am Tag davor
Die Stimmung, die im Stadtteil herrscht, konnten einige Mitglieder der AG Kirchdorf Süd schon am Mittwoch erleben. Mit dem Modell der Hafenquerspange stehen sie auf dem Marktplatz von Kirchdorf Süd. Das anschauliche Modell ist ständig umlagert. Der maßstabsgetreue Nachbau der geplanten HQS macht Eindruck. Deutlich ist, was auf die Menschen in Kirchdorf Süd zukommt.  Der Ärger macht sich Luft: „Das geht doch nicht!“ Die Frage, ob schon alles entschieden sei: „Wo können wir dagegen unterschreiben?“ Auch die Ohnmacht bekommt ein Gesicht. „Schon jetzt haben wir die Autobahn A1 in unmittelbarer Nähe.“ Lärmschutz ist bis heute, nach 40 Jahren, immer noch nicht gewährleistet. Kinder, die aus der Schule am Stübenhofer Weg strömen, gucken sich die Planung genau an und entwickeln spontan, warum die Bewohner von Kirchdorf Süd unter einer weiteren Autobahn leiden werden. An dem Nachmittag herrscht eine Mischung aus Interesse und Fassungslosigkeit, aus Ärger und Ohnmachtsgefühl. Und dem Funken Hoffnung, dass man doch noch was machen kann.

„Zukunftsplan: Ja

statt

Kirchdorf-Autobahn: Nein“

am Donnerstag, den 26.1.2017 um 19 h im Laurrens-Jannsen-Haus einladen.

(Es besteht dann auch noch die Möglichkeit, sich die Ausstellung „Die Moderne siegt im Laubengang“ 40-Jahre-Kirchdorf-Süd anzuschauenJ.)

Bei der Veranstaltung geht es uns zusammen mit dem Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg darum, die Bewohner der Siedlung über die Autobahn-Planungen zu informieren und über ein alternatives Verkehrskonzept nachzudenken.

Unserer Meinung nach würde Kirchdorf-Süd zuallererst unter einer neuen Autobahn entlang der Kornweide leiden. Lärm, Emissionen und auch das Abgeschnitten-sein vom übrigen Stadtteil würden erheblich zunehmen.

Wir laden die BewohnerInnen der Siedlung zu dieser Veranstaltung ein und möchten auch Sie bitten zu kommen.

AG Kirchdorf, Netzwerk in Kirchdorf-Süd

 


Das Weltcafé in Kirchdorf-Süd macht zu

Eine kleine Erfolgsgeschichte

Von Barbara Kopf, Ende Oktober 2016

Seit Ende letzten Jahres gab es das Weltcafé im Bistro im Laurrens-Jannsen-Haus. Jeden Dienstag öffnete es seine Pforten und lud Geflüchtete aus dem camp am Karl-Arnold-Ring und Einheimische ein zu Kaffee und Kuchen, Gesprächen, Spielen und zum Musikmachen. Getragen wurde es von den Einrichtungen in Kirchdorf-Süd, und in besonderen Maßen von der passage, der Kreuzkirchengemeinde, von Die Insel hilft, verikom, den Strasos, dem Projekt Praxis Flüchtlingshilfe  und dem Freizeithaus.

Unser besonderer Dank geht an die vielen Ehrenamtlichen, die Zeit und Kraft und leckeren selbstgebackenen Kuchen gespendet haben: Ohne sie hätte das Café niemals so ein gemütlicher und lebendiger Treffpunkt werden können. Die Flüchtlinge konnten sich dort vom oft anstrengenden Alltag im camp erholen, sie konnten sich Hilfe holen und Fragen stellen, es sind Freundschaften entstanden, und auch Ausflüge wurden gemeinsam unternommen.

Nun wird das camp im Januar 2017 geschlossen. Es soll umgebaut und als Wohnunterkunft (WUK) wieder eröffnet werden. Das heißt aber auch, dass schon viele Flüchtlinge in andere camps umgezogen sind. Folgerichtig spüren wir das auch im Weltcafé, und so schließt es vorerst seine Pforten.

Was bleibt ist das günstige Kaffee- und Kuchenangebot im Bistro jeden Werktag bis 15h, und was neu eingerichtet wurde ist der Klönschnack mit Ralf Bünning jeden 2. Donnerstag um 19h im Inselhaus von Die Insel Hilft, Erlerring 1. Dort können Geflüchtete Deutsch sprechen.

Und natürlich kann es wieder ein Weltcafé geben, wenn die neue Wohnunterkunft eröffnet wird.

 

Kommentar von Barbara Kopf:

Eine Frage sei erlaubt: Warum schließt gerade diese Einrichtung, in deren Umfeld (Kirchdorf-Süd) es so viele Möglichkeiten für Geflüchtete gibt?

Es sind Schulen und Kitas vorhanden, Beratungsstellen und Treffpunkte, eine gute Verkehrsanbindung, Geschäfte und viele Menschen, die die Sprachen der Flüchtlinge sprechen. Und es gab das gut organisierte Weltcafé.

Leider werden wichtigen Entscheidungen nach wie vor am Schreibtisch in den Behörden oder bei „Fördern und Wohnen“ entschieden. Das Gespräch mit den Aktiven vor Ort sollte aber immer gesucht werden, denn diese Expertise ist wichtig, um das Großprojekt „Integration“ weiter voran zu bringen.

Natürlich war die Unterbringung der Geflüchteten in den Klassenräumen nicht befriedigend, allerdings haben sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des DRK sehr für die Belange der Flüchtlinge eingesetzt. Die Atmosphäre im camp habe ich immer als freundlich und zugewandt erlebt. Deshalb wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, wenn das DRK auch die Trägerschaft der neuen Wohnunterkunft übernehmen würde. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen aus dem camp und den Aktiven vor Ort war stets solidarisch und erfreulich.