Neuigkeiten:

Antiracist-Parade in Hamburg

Samstag, den 29.9.2018
Antiracist-Parade in Hamburg

11.15 h meet and greet (treffen und schnacken)  für alle Leute aus Williburg an der S-Bahn oben bei mina.

11.30 h Fahrt mit der S-Bahn zum Jungfernstieg/ Rathausmarkt.

Der 29. September 2018 ist schon jetzt der schönste Tag des Jahres. Er wird unser Tag. Wir sind viele, wir sind verschieden und wir kämpfen jeden Tag vor unserer Haustür. Im September kommen wir alle zusammen.

Wir kommen nach Hamburg, mit Autos, Zügen und Bussen.
Aus Dörfern und Städten, aus Lagern und Camps, von Willkommensinitiativen und Hilfsorganisationen, von Baustellen, Schulen und Unis.
Mit Lautsprecherwagen, Performances, Texten, Musik, dem Drachen und Karneval verjagen wir die Kälte, den Rassismus, die Herzlosigkeit aus den Straßen der Stadt. Gemeinsam zeichnen wir ein Bild auf der Straße: das Bild unserer Freundschaft, das Bild eines solidarischen, vielfältigen und angstfreien Lebens.



WORK
AUSBILDUNG - ARBEIT - EHRENAMT

Am 2. Juni 2018 findet die Veranstaltung WORK. Ausbildung, Arbeit, Ehrenamt statt. Die Veranstaltung ist von der Koordinationsstelle für die Flüchtlingshilfe auf den Elbinseln organisiert und vernetzt Geflüchtete und junge Erwachsene von den Elbinseln mit ehrenamtlichen Projekten, Qualifizierungsmaßnahmen und Arbeitgebern. In WORKhops stellen die Ansprechpartner*innen ihre Unternehmen und Projekte persönlich vor. Ganz einfach und interaktiv.
Alle Infos gibt es auf der Website.
Das Programmheft liegt auf Arabisch, Deutsch, Englisch und Farsi vor (alle PDF).

2018_WORK_Programmheft.pdf
2018_WORK_Programmheft_Englisch.pdf
2018_WORK_Programmheft_Farsi.pdf
2018_WORK_Programmheft_Arabisch.pdf
WORK

Fachtagung "Jenseits der Ordnung" im Campus Hamburg

Am 21. Juni 2018 findet von 10 bis 17 Uhr die Fachtagung "Jenseits der Ordnung" im Campus Hamburg statt. In Vorträgen werden die Herausforderungen im Umgang mit systemangrenzenden Jugendlichen zwischen Straffälligkeit, Psychiatrie und Jugendhilfe besprochen.

Fachtagung - Jenseits der Ordnung

Den Flyer zu der Veranstaltung inkl. Anmeldeformular gibt es hier (Deutsch, PDF).
Programm und Einladung zur Fachtagung – Jenseits der Ordnung

Bitte unterzeichnen und weiterverbreiten:
#KULTURmachtAUF – für eine Offene Gesellschaft

im Rahmen des Themenschwerpunkts Offene Gesellschaft hat STADTKULTUR HAMBURG, der Verband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung, das Positionspapier #KULTURmachtAUF – für eine offene Gesellschaft formuliert. 

Wir freuen uns, wenn viele Einzelpersonen und/oder Einrichtungen mit ihrer Unterzeichnung das Papier mit ihrer Stimme unterstützen, es weiterverbreiten und mit uns ein Zeichen in der öffentlichen Debatte setzen: für Demokratie und Offene Gesellschaft, für die Beteiligung an gesellschaftlichen Entscheidungen, für Solidarität und Chancengerechtigkeit, für Begegnung und Dialog, für Offenheit und Vielfalt. Wir wollen der Gesellschaft und der Politik zeigen: WIR SIND VIELE – wir setzen uns ein für Demokratie, offene Gesellschaft und Teilhabe! Wir treten allen, die gegen die offene Gesellschaft arbeiten, entschlossen entgegen.

Hier gehts zum Positionspapier: 
https://www.stadtkultur-hh.de/kulturmachtauf/ 

Wir freuen uns über Unterzeichnungen, Weitersagen, Weiterleiten, Likes, Teilen und Tweeten! Danke!


Anti_A26-Ost

Hier können Sie das Logo Anti-A26-Logo downloaden.

  • Infos zur geplanten A 26-Ost und den Widerstand dagegen findet ihr auf dieser webside:
    www.verkehrswende-hamburg.net

Touren in Wilhelmsburg – Gundula Niegot

Neu: Krimitouren

Telefon: 040-76 97 48 14
E-Mail: info(at)rundgaenge-wilhelmsburg.de

Krimitour 2018

Hier können Sie unseren Flyer
FZH-Krimitour-2018 downloaden.

Die Stadtteilführerin Gundula Niegot bietet Ihnen eine neue und außergewöhnliche Tour auf der Elbinsel an, die auf den Spuren des Bestatters Theo Matthies wandelt. Er ist die Hauptfigur im Wilhelmsburg-Krimi „Das letzte Geleit“ von Christiane Fux. Die Autorin ist in Wilhelmsburg aufgewachsen, sie hat bisher vier Wilhelmsburg-Krimis geschrieben.

Auf der Tour werden einige Schauplätze des Romans in Finkenriek und dem Reiherstiegviertel besucht und die entsprechenden Stellen aus dem Roman vorgelesen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour lernen die Figuren des Romans kennen und hören neben Insiderwissen zur Entstehung des Buches auch Historisches über Wilhelmsburg!

Der erste Termin ist am 27.05.2018, weitere folgen am 01.07.2018 und 02.09.2018, jeweils von 11 bis 14 Uhr.
Kosten zwischen 18 und 20 Euro, zzgl. HVV-Ticket.
Eine Anmeldung ist unter 040-76 97 48 14 oder info(at)rundgaenge-wilhelmsburg.de unbedingt erforderlich!
Weitere Infos unter www.wilhelmsburg-touren.de


Kirchdorf-Süd:
Das NEW WORLD CAFè wird eröffnet

Das Weltcafé haben wir Ende letztes Jahres geschlossen. Da die Unterkunft am Karl-Arnold-Ring nun doch vorerst erhalten bleibt, organisieren einige Vereine vor Ort (DIE INSEL HILFT, verikom, Freizeithaus) das Weltcafé neu als NEW WORLD CAFÉ.

Ort und Zeit haben sich allerdings geändert:

Das Café für Flüchtlinge und Einheimische findet im Inselhaus von DIE INSEL HILFT im Erlerring 1 statt ein. Das ist ein Pavillion im östlichen Wohnring in Kirchdorf-Süd. Es gibt dort 2 Räume, einen Vorraum, eine Teeküche und vor der Tür Bänke und einen Kinderspielplatz. Ziemlich ideal für uns. Das Inselhaus ist nur ein paar Schritte vom Camp entfernt.

Das 1. Mal öffnet das NWC seine Türen am Donnerstag, den 16.02.2018 um 10 h. Und von da ab jede Woche zur gleichen Zeit.

Wir freuen auf Flüchtlinge, Einheimische und ehrenamtliche Helfer.


Die vielen Wahrheiten und Fakten zur HQS  (A 26)
Kirchdorf Süd sagt Nein zur Hafenquerspange 

KIRCHDORF SÜD – Der Ratschlag zur Hafenquerspange (HQS) hat begonnen. Die AG-Kirchdorf Süd hat es übernommen, sich mit den 6000 Bewohnern der vor 40 Jahren entstandenen Großsiedlung im Süden Wilhelmsburgs, zu solidarisieren. Denn die Stimmung in Kirchdorf Süd ist eindeutig: „Nein zur Autobahn!“ Die unmittelbaren Auswirkungen durch mehr Lärm und Schadstoffen sind der offensichtliche Effekt. Doch die Argumente zu städtebaulichen und verkehrspolitische Fehlüberlegungen wiegen ebenso schwer.  Im Laurens-Janssen-Haus gab es gestern die Gelegenheit, um sich über die Planungen der HQS zu informieren und angeregt zu diskutieren.  

Gewohnt kenntnisreich lieferte der „Verein Zukunft Elbinsel“ Zahlen zu abweichenden Kosten, irreführenden Prognosen und zu erwartenden Belastungen durch Lärm und Schadstoffen als in den offiziellen Verlautbarungen. Manche Kostenschätzung wurde als illusorisch entlarvt. So sind für den Bau der HQS mit allen komplexen Verkehrsknoten 890 Millionen Euro angesetzt. Zusätzliche Tunnelungen oder Troglösungen zum Schutz der Menschen sind darin noch nicht berücksichtigt. Die Aussage einer Ortspolitikerin, „Hamburg hat Fixkosten von 10 Millionen. Jede zusätzliche Ausgabe wird vom Bund getragen“ mochte in dem Raum niemand glauben.  

Eine wichtige Frage war an dem Abend, die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. In Planungsunterlagen ist Kirchdorf Süd ein grauer unbewohnter Fleck. So als gebe es die 6000 Menschen gar nicht. Wie werden die Bewohner von Kirchdorf Süd sichtbar, wie bekommen sie eine gewichtige Stimme und ein Gesicht in einem von der Politik als „alternativlos“ bezeichneten Plan. An dem Abend wurden Ideen entwickelt, um die Bewohner untereinander zu mobilisieren. Mehr Informationen direkt an die Leute, mehr Ermutigung, sich zu zeigen. Der Abend war ein motivierender Anfang. Eher ernüchternd war dagegen zu erfahren, dass es zwar auch unter Vertretern von Schulen, Wohnungsbaugesellschaften und Politiker jeglicher Partei, viele Kritiker gibt. Die nehmen dazu aber nur hinter vorgehaltener Hand eindeutig Stellung. „Demokratie geht anders“, meint die AG-Kirchdorf Süd. Und ein Beteiligungsverfahren, das nicht mehr das Projekt der HQS an sich in Frage stellt, lehnt die AG Kirchdorf Süd ab. 

Auf dem Marktplatz am Tag davor
Die Stimmung, die im Stadtteil herrscht, konnten einige Mitglieder der AG Kirchdorf Süd schon am Mittwoch erleben. Mit dem Modell der Hafenquerspange stehen sie auf dem Marktplatz von Kirchdorf Süd. Das anschauliche Modell ist ständig umlagert. Der maßstabsgetreue Nachbau der geplanten HQS macht Eindruck. Deutlich ist, was auf die Menschen in Kirchdorf Süd zukommt.  Der Ärger macht sich Luft: „Das geht doch nicht!“ Die Frage, ob schon alles entschieden sei: „Wo können wir dagegen unterschreiben?“ Auch die Ohnmacht bekommt ein Gesicht. „Schon jetzt haben wir die Autobahn A1 in unmittelbarer Nähe.“ Lärmschutz ist bis heute, nach 40 Jahren, immer noch nicht gewährleistet. Kinder, die aus der Schule am Stübenhofer Weg strömen, gucken sich die Planung genau an und entwickeln spontan, warum die Bewohner von Kirchdorf Süd unter einer weiteren Autobahn leiden werden. An dem Nachmittag herrscht eine Mischung aus Interesse und Fassungslosigkeit, aus Ärger und Ohnmachtsgefühl. Und dem Funken Hoffnung, dass man doch noch was machen kann.

„Zukunftsplan: Ja statt

Kirchdorf-Autobahn: Nein“

am Donnerstag, den 26.1.2017 um 19 h im Laurrens-Jannsen-Haus einladen.

(Es besteht dann auch noch die Möglichkeit, sich die Ausstellung „Die Moderne siegt im Laubengang“ 40-Jahre-Kirchdorf-Süd anzuschauenJ.)

Bei der Veranstaltung geht es uns zusammen mit dem Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg darum, die Bewohner der Siedlung über die Autobahn-Planungen zu informieren und über ein alternatives Verkehrskonzept nachzudenken.

Unserer Meinung nach würde Kirchdorf-Süd zuallererst unter einer neuen Autobahn entlang der Kornweide leiden. Lärm, Emissionen und auch das Abgeschnitten-sein vom übrigen Stadtteil würden erheblich zunehmen.

Wir laden die BewohnerInnen der Siedlung zu dieser Veranstaltung ein und möchten auch Sie bitten zu kommen.

AG Kirchdorf, Netzwerk in Kirchdorf-Süd

 

Das Weltcafé in Kirchdorf-Süd macht zu

Eine kleine Erfolgsgeschichte

Von Barbara Kopf, Ende Oktober 2016

Seit Ende letzten Jahres gab es das Weltcafé im Bistro im Laurrens-Jannsen-Haus. Jeden Dienstag öffnete es seine Pforten und lud Geflüchtete aus dem camp am Karl-Arnold-Ring und Einheimische ein zu Kaffee und Kuchen, Gesprächen, Spielen und zum Musikmachen. Getragen wurde es von den Einrichtungen in Kirchdorf-Süd, und in besonderen Maßen von der passage, der Kreuzkirchengemeinde, von Die Insel hilft, verikom, den Strasos, dem Projekt Praxis Flüchtlingshilfe  und dem Freizeithaus.

Unser besonderer Dank geht an die vielen Ehrenamtlichen, die Zeit und Kraft und leckeren selbstgebackenen Kuchen gespendet haben: Ohne sie hätte das Café niemals so ein gemütlicher und lebendiger Treffpunkt werden können. Die Flüchtlinge konnten sich dort vom oft anstrengenden Alltag im camp erholen, sie konnten sich Hilfe holen und Fragen stellen, es sind Freundschaften entstanden, und auch Ausflüge wurden gemeinsam unternommen.

Nun wird das camp im Januar 2017 geschlossen. Es soll umgebaut und als Wohnunterkunft (WUK) wieder eröffnet werden. Das heißt aber auch, dass schon viele Flüchtlinge in andere camps umgezogen sind. Folgerichtig spüren wir das auch im Weltcafé, und so schließt es vorerst seine Pforten.

Was bleibt ist das günstige Kaffee- und Kuchenangebot im Bistro jeden Werktag bis 15h, und was neu eingerichtet wurde ist der Klönschnack mit Ralf Bünning jeden 2. Donnerstag um 19h im Inselhaus von Die Insel Hilft, Erlerring 1. Dort können Geflüchtete Deutsch sprechen.

Und natürlich kann es wieder ein Weltcafé geben, wenn die neue Wohnunterkunft eröffnet wird.

 

Kommentar von Barbara Kopf:

Eine Frage sei erlaubt: Warum schließt gerade diese Einrichtung, in deren Umfeld (Kirchdorf-Süd) es so viele Möglichkeiten für Geflüchtete gibt?

Es sind Schulen und Kitas vorhanden, Beratungsstellen und Treffpunkte, eine gute Verkehrsanbindung, Geschäfte und viele Menschen, die die Sprachen der Flüchtlinge sprechen. Und es gab das gut organisierte Weltcafé.

Leider werden wichtigen Entscheidungen nach wie vor am Schreibtisch in den Behörden oder bei „Fördern und Wohnen“ entschieden. Das Gespräch mit den Aktiven vor Ort sollte aber immer gesucht werden, denn diese Expertise ist wichtig, um das Großprojekt „Integration“ weiter voran zu bringen.

Natürlich war die Unterbringung der Geflüchteten in den Klassenräumen nicht befriedigend, allerdings haben sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des DRK sehr für die Belange der Flüchtlinge eingesetzt. Die Atmosphäre im camp habe ich immer als freundlich und zugewandt erlebt. Deshalb wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, wenn das DRK auch die Trägerschaft der neuen Wohnunterkunft übernehmen würde. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen aus dem camp und den Aktiven vor Ort war stets solidarisch und erfreulich.